Marketing & Media

Cost per Click

CPC

Cost per Click zeigt, wie viel Werbebudget im Durchschnitt für einen gemessenen Klick ausgegeben wird. Die Kennzahl beschreibt den Preis für Traffic, nicht dessen Qualität.

Formel
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Ad Spend ÷ Clicks

Was misst die Kennzahl?

Cost per Click zeigt, wie viel Werbebudget im Durchschnitt für einen gemessenen Klick ausgegeben wird. Die Kennzahl beschreibt den Preis für Traffic, nicht dessen Qualität.

Media-Kennzahlen entstehen innerhalb eines Messsystems. Plattform, Attributionsfenster, Kampagnenziel und Zielgruppe beeinflussen deshalb, wie ein Wert gelesen werden sollte. Ein Vergleich ist nur dann belastbar, wenn diese Grundlagen ausreichend ähnlich sind.

Wie wird die Kennzahl berechnet?

CPC wird als Ad Spend geteilt durch Klicks berechnet. Je nach Plattform können unterschiedliche Klicktypen existieren. Für Vergleiche sollte klar sein, ob alle Klicks oder nur Zielseitenklicks einbezogen werden.

Bei Plattformdaten sollte dokumentiert sein, aus welchem System die Zahl stammt und welches Zeitfenster verwendet wird. Schon kleine Unterschiede bei Attribution, View-through-Logik oder der Behandlung von ungültigen Klicks können Werte verändern.

Beispiel

Eine Kampagne kostet 12.000 Euro und erzeugt 6.000 relevante Klicks. Der CPC beträgt 2 Euro. Ein zweiter Kanal kostet nur 1 Euro pro Klick, konvertiert aber dreimal schlechter. Der billigere Traffic kann dadurch insgesamt teurer in der Kundenakquisition sein.

Wie ist die Kennzahl zu interpretieren?

CPC wird von Wettbewerb, Auktion, Zielgruppe, Quality Score, Creative und Placement beeinflusst. Ein steigender CPC kann auf mehr Wettbewerb hinweisen, aber auch das Resultat einer Verschiebung in hochwertigere Zielgruppen sein. Entscheidend ist, was nach dem Klick passiert.

Bei der Interpretation sollte außerdem das Budgetniveau mitgeführt werden. Effizienzwerte verändern sich häufig, sobald ein Kanal skaliert wird. Ein kleiner Test und ein großer Always-on-Etat können deshalb unterschiedliche Grenzkosten und Zielgruppenmixe haben.

Was ist ein guter Wert?

Ein niedriger CPC ist nur dann gut, wenn die nachgelagerte Qualität stimmt. Sinnvoller als ein isolierter Zielwert ist die Frage, welcher CPC bei gegebener Conversion Rate, Marge und Kundenwert noch wirtschaftlich tragfähig ist.

Typische Fehlinterpretationen

  • Den niedrigsten CPC als besten Kanal zu interpretieren.
  • Unterschiedliche Klickdefinitionen zu vermischen.
  • Brand- und Non-Brand-Traffic ohne Trennung zu vergleichen.
  • CPC zu optimieren, obwohl CPA oder CAC steigen.
  • Auktionsbedingte Preisänderungen mit Creative-Performance zu verwechseln.

Grenzen der Kennzahl

CPC endet beim Klick. Landingpage, Angebot und Funnel bleiben außen vor. Bei Kanälen mit starkem View-through-Effekt kann die Klicklogik zudem nur einen Teil der Wirkung erfassen.

Media-Metriken beschreiben beobachtete Ausspielung und Reaktion sehr gut. Die Frage, welcher Teil davon tatsächlich zusätzlich durch Werbung entstanden ist, beantworten sie nur eingeschränkt. Für größere Budgetentscheidungen sind Profitabilität und Incrementality deshalb wichtige Ergänzungen.

Welche Entscheidungen unterstützt die Kennzahl?

Nützlich für Gebotslogik, Kanaldiagnose und Traffic-Kostenplanung. Sollte mit CTR, Conversion Rate, CPA, CAC und Revenue per Visitor verbunden werden.

Caligro X Perspective

Für mich ist der CPC eine Kostenkomponente, keine Erfolgsgröße. Er hilft zu verstehen, warum Akquisition teurer oder günstiger wird. Ob ein Klick seinen Preis wert war, zeigt sich erst über Conversion, Kundenqualität und Profitabilität.

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