Cycle Time misst die Zeit, die ein Arbeitselement vom definierten Start bis zum definierten Abschluss innerhalb eines Prozesses benötigt.
Cycle Time misst die Zeit, die ein Arbeitselement vom definierten Start bis zum definierten Abschluss innerhalb eines Prozesses benötigt.
Operations-Kennzahlen helfen, Kapazität, Geschwindigkeit und Planbarkeit sichtbar zu machen. Für sich allein können sie jedoch Fehlanreize setzen. Hohe Auslastung kann zum Beispiel gut aussehen und gleichzeitig Wartezeiten oder Qualitätsprobleme erhöhen.
Für jedes Work Item wird Endzeit minus Startzeit gemessen. Bei stark schwankenden Verteilungen sind Median und Perzentile meist hilfreicher als der Durchschnitt. Start- und Endpunkt müssen pro Prozess eindeutig sein.
Kalender, verfügbare Stunden, produktive Zeit und Ausschlussgründe sollten einheitlich definiert sein. Bei Forecasts und Durchlaufzeiten ist außerdem wichtig, ob Durchschnitt, Median oder gewichtete Werte betrachtet werden.
Ein Team benötigt im Median zwölf Tage vom Start einer Aufgabe bis zur Fertigstellung. Nach kleineren Work-in-Progress-Limits sinkt der Median auf acht Tage und das 85. Perzentil von 30 auf 18 Tage. Die Verlässlichkeit verbessert sich damit stärker als der Durchschnitt allein zeigt.
Kürzere Cycle Time kann auf weniger Wartezeit, kleinere Batches und bessere Abläufe hinweisen. Sie sollte aber nicht durch kleinere oder oberflächlich abgeschlossene Arbeit erkauft werden. Verteilung und Qualität gehören dazu.
Für Prozesssteuerung sollte zusätzlich die Verteilung betrachtet werden. Ein stabiler Median kann einzelne extreme Wartezeiten oder Überlastung verdecken, die für Kunden und Teams trotzdem relevant sind.
Ein guter Wert hängt vom Prozess ab. Entscheidend ist häufig weniger ein externer Benchmark als die eigene Stabilität und Vorhersagbarkeit. Perzentile machen sichtbar, ob einzelne Fälle regelmäßig sehr lange liegen bleiben.
Cycle Time erklärt nicht, warum etwas lange dauert. Abhängigkeiten, Warteschlangen und Rework müssen separat analysiert werden. Zudem kann Ticket-Splitting die Kennzahl kosmetisch verbessern.
Prozesskennzahlen optimieren häufig einen Teil des Systems. Wer nur Auslastung, Geschwindigkeit oder Billability maximiert, kann Qualität, Lernzeit oder Resilienz verschlechtern. Die wirtschaftliche Wirkung sollte deshalb mitbetrachtet werden.
Relevant für Prozessdesign, Kapazität, WIP-Limits und Service-Level. Mit Throughput, Qualität und Forecast Accuracy kombinieren.
Für mich ist Cycle Time vor allem ein Signal für Flow. Die größten Hebel liegen oft nicht in schnellerer Einzelarbeit, sondern in weniger Warten, weniger Übergaben und kleineren Arbeitsbatches.