DAU/MAU Stickiness setzt Daily Active Users ins Verhältnis zu Monthly Active Users und zeigt, wie häufig monatlich aktive Nutzer das Produkt an einem durchschnittlichen Tag verwenden.
DAU/MAU Stickiness setzt Daily Active Users ins Verhältnis zu Monthly Active Users und zeigt, wie häufig monatlich aktive Nutzer das Produkt an einem durchschnittlichen Tag verwenden.
Produktmetriken hängen an klaren Verhaltensdefinitionen. Ein aktiver Nutzer, ein aktivierter Account oder eine adoptierte Funktion muss fachlich sinnvoll definiert sein. Ein technisch leicht messbares Event ist nicht automatisch ein gutes Nutzensignal.
DAU wird durch MAU geteilt und mit 100 multipliziert. Aktivität muss fachlich definiert sein, idealerweise über ein sinnvolles Nutzensignal statt bloßer App-Öffnung. Für B2B-Produkte kann eine Account-basierte Variante aussagekräftiger sein.
Die Messung sollte Nutzer, Accounts und Seats sauber unterscheiden. Bei B2B-Produkten ist oft der Account die wirtschaftlich relevante Einheit, während einzelne User nur Teil eines größeren Nutzungsmusters sind.
Ein Produkt hat 10.000 Monthly Active Users und durchschnittlich 2.500 Daily Active Users. Die Stickiness liegt bei 25 Prozent. Für ein tägliches Collaboration-Tool kann das schwach sein, für eine monatlich genutzte Abrechnungssoftware dagegen völlig normal.
Der Wert sagt nur im Kontext des natürlichen Nutzungstakts etwas aus. Produkte mit täglichem Job-to-be-done sollten höhere Stickiness erreichen als solche, die nur bei bestimmten Ereignissen gebraucht werden. Ein Anstieg kann auf stärkere Gewohnheit hinweisen, aber auch durch Push-Nachrichten oder Pflichtprozesse entstehen.
Besonders hilfreich ist die Verbindung zu späterer Retention. Wenn ein Nutzungsverhalten keinen Unterschied für Bindung, Expansion oder Value erzeugt, ist es als Steuerungsmetrik möglicherweise weniger relevant als technisch gedacht.
Es gibt keinen universellen Zielwert. Der erwartete Nutzungsrhythmus sollte aus dem Produktversprechen abgeleitet werden. Sinnvoll sind Vergleiche nach Kohorte, Segment und Reifegrad sowie die Frage, ob höhere Stickiness mit Retention und Expansion zusammenhängt.
Die Kennzahl misst Frequenz, nicht Tiefe oder Wert der Nutzung. Ein Produkt kann selten, aber sehr wertvoll genutzt werden. Auch können viele aktive User innerhalb eines Accounts wirtschaftlich weniger relevant sein als wenige Entscheider.
Nutzung ist ein Proxy für Wert, nicht der Wert selbst. Manche Funktionen werden selten genutzt und sind trotzdem kaufentscheidend. Andere erzeugen viele Events, ohne wesentlich zur Retention oder Zahlungsbereitschaft beizutragen.
Hilft bei Engagement-Strategie, Produktdesign und Kohortenanalyse. Mit Activation, Feature Adoption, Retention und NRR kombinieren.
Ich würde Stickiness nur dann steuern, wenn häufige Nutzung tatsächlich Teil des Produkterfolgs ist. Die bessere Frage lautet oft: Wie häufig muss ein Nutzer den Kernwert erleben, damit Retention und Expansion steigen?